oberham – der einsiedler in hinterwald

oberham-einsiedler-in-hinterwaldheute möchte ich euch einen weiteren aussteiger vorstellen: oberham (bedeutungslosigkeit ist immanent) dieses blog betreibt seit 2011 „der einsiedler in hinterwald“: „Die Armen rackern Tag und Nacht, die Reichen prassen Tag und Nacht – so richtig sanft zu leben und zu genießen – ist eine Eigenschaft, die wir als Müßiggang aufspießen. Lieber Eremit – als Hamster oder gar aufgespießt!“ besucht ihn doch mal. hier sein kommentar, den er mir hinterlassen hat:

Meine Hauptnahrungsquelle ist der Wald und der Waldrand – von Juni – September – Beerenzeit, Wasserkräuter verschiedenster Art sind bekömmlich und gesünder als Gartenkresse, Brennesseln und Beinwell, Wegerich, Giersch und viele andere Kräuter kann man an bestimmten Stellen noch unverseucht ernten (so man auf die wichtigen Anzeichen für Glyphosat und andere Gifte achtet).

Ich kenne sogar noch Quellen die Trinkwasserqualität vorhalten – in Mitteleuropa eine Rarität!

Menschen die auf ihren Verstand hören, können gar nicht anders, sie müssen aus dem System raus, was zur Folge hat, dass sie praktisch das Überleben – auch hier in Europa – als ihre Hauptaufgabe erleben. Sie werden sozial geächtet und müssen zwangsläufig ein Einsiedlerdasein fristen. Leider verleugnen sich fast alle Artgenossen selber, zu Gunsten eines bequemen Lebens im System. Dafür opfern Sie sich, opfern Sie die Zukunft unseres Planeten künftigen – noch schlimmeren – Daseinsbedingungen, die keiner wirklich als erstrebenswert empfindet, reflektiert er sie.

Ich behaupte fast jeder Mensch erkennt den Wahn, doch die wenigsten haben den Mut sich selber und ihrer Erkenntnis zu vertrauen, konsequent zu handeln und damit das mögliche Leben zumindest im Ansatz zu fühlen – was fehlt ist die soziale Interaktion mit Artgenossen, außer man hat das große Glück in seinem Umfeld wirklich gleichgesinnte Widerständler zu kennen.

Leider habe ich auch erst mit 40 den Mut aufgebracht, es durchzuziehen – Job gekündigt, Handy weg, TV weg, Auto weg, nie mehr Flugreisen, an und an mal die Bahn (vielleicht alle zwei Jahre eine „Erkundungsfahrt“…..) – ich habe kein Anwesen, nur eine kleine Hütte und einen geschützten Garten (schneckenfrei….. – durch entsprechende Barrieren) und ich kenne eben viele Plätze die mir gerne Obst, Kräuter und vor allem auch Brennholz und Wasser schenken.

Meinen Blog hast du ja entdeckt – ich werde auch immer unpolitischer – in Bezug auf die Theaterpolitik – ich bin politisch, was meine Lebensführung und meine Worte betrifft.

Das was im Mainstream abgeht ist wohl wirklich schon ähnlich einer Matrix, eine krude Scheinwelt, die den Menschen vor die Wahl stellt, mach mit und gehe im Zombieland auf, oder stell dich dagegen und versuche ein menschliches Lebewesen zu verkörpern.

Der Mensch hat – bilde ich mir ein – Verstand, er könnte eine friedliche Gemeinschaft, die nicht destruktiv, sondern kooperativ und vor allem symbiotisch in der Biosphäre existiert, bilden.

Leider tut er es nicht – und leider ist der Veganismus der meisten Menschen nur ein Trend, eine nette kleine Facette – genauso wie das Urban-Gardening oder andere nette Ansätze, die jedoch von Menschen praktiziert werden, die sich ansonsten, ganz konform in die Systematik des Nutzwesendaseins gegen Geld als Bioaggregat eines katastrophalen Molochs einfügen.

Es gibt zu wenige, die sich wirklich konsequent aus diesem System verabschieden!

Nun, trotzdem bin ich im Grunde Optimist, da eines Tages die Sonne aufgehen wird, Wesen erwachen, die so sind – wie wir es hätten sein können! Wesen mit Intelligenz und Verstand, die friedlich und liebevoll miteinander agieren, schöpferisch, kreativ und ohne dauerhafte Angst oder lebenslanges Leid.

…. und wir alle werden ein Teil davon sein, so wie eben alles ein Teil von Allem ist.

Bleibt gesund und satt – die Füße – wie die Pfoten!

hier findet ihr noch mehr „aussteiger“.

was ich mag

was ich magübrigens, mein nachbar carlos fragte mich vor einigen tagen, ob ich jetzt auch noch ein altes, fettes, deutsches hausschwein besitze, weil er so was auf meinem grundstück gesehen hatte. ich verneinte, aber es kam mir der gedanke, dass carlos vielleicht mich nackt auf meinem grundstück beobachtet hatte.

schon morgens beim kacken schwitze ich das erste mal

die hitze ist dieses jahr hier in andalusien unerträglich. schon morgens beim kacken (30°) schwitze ich das erste mal. danach muss ich die tiere draussen füttern und wenn ich mit den hunden nackt nach draussen, zum pinkeln, gehe, habe ich sofort brandblasen an den fussohlen. abends muss ich das futter aus der halle für meine hunde holen. ich koche nur einmal am tag am abend. es ist dann im loft noch so heiss (36°), dass ich 15 minuten am herd schwitze und am boden eine pfütze schweiss hinterlasse. die hunde (sie schwitzen nur über ihre pfoten) und ich versuchen uns bei diesen sauna-temperaturen so wenig wie irgend möglich zu bewegen und sehr viel wasser zu trinken (meine longdrinks brauche ich nur gegen meine depressionen). die hunde brauchen täglich mehrere eimer wasser.

nacktgestern war es wieder ganz schlimm. ich musste mir eine hose und ein hemd anziehen, weil ich im supermarkt meinen monatlichen lebensmittel- und getränkeeinkauf erledigen musste. das auto beladen, zuhause entladen und alles mehrmals mit der schubkarre ins haus bringen. mit den getränken ist es eine scheiss schlepperei. 150 liter wasser und dann noch wodka, rum und orangensaft für meine täglichen longdrinks, alles muss für einen monat reichen. hemd und hose waren so durchgeschwitzt, dass ich sie danach auswringen konnte. ich brauchte über eine stunde bis ich mich von dieser aktion erholte und wieder fit war. auch ein grund, dass ich nur einmal im monat einkaufen fahre.

es liegt nicht nur an der hitze, sondern auch an meinen depressionen, dass ich so antriebslos bin. seit über zwei jahren will ich für mein auto den jährlichen tüv erneuern und schaffe es nicht. seit monaten will ich duschen und schaffe es nicht. auch garten- und renovierungsarbeiten schaffe ich nicht mehr. ich denke, dass es sich nicht mehr lohnt, wenn heute schon der rest meines lebens beginnt. nur meine hunde erinnern mich daran, was wirklich zu tun ist und drängen mich in tägliche rituale. was sein muss, muss sein.
schwitzen

ein altes, fettes, deutsches hausschwein

gefühlt, waren juni und juli die heissesten monate seit ich in spanien lebe. die hitze ist unerträglich. tagsüber zeigt das thermometer in unserem loft bis zu 36° und nacht zeigt immer noch 28° – 30°. der ventilator bläst oft wie ein heisser föhn. man schwitzt auch, ohne sich zu bewegen und wer sich als erstes bewegt hat echt verloren. ich bin deshalb den ganzen tag nur noch nackt und trage kleidung nur noch, wenn ich das grundstück verlassen muss. zweimal hat es für 5 minuten kurz geregnet und ich genoss draussen nackt den regen wie eine kurze frische dusche.

die hunde suchen im loft nach den gefühlt kühlsten plätzen und verlassen das loft nur noch zur zum pinkeln und kacken. ich lasse die tür zum badezimmer jetzt auf und wer es zuerst in beschlag nimmt findet ruhe und schlaf. wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist, legen wir uns in das nicht genutzte schlafzimmer und geniessen für einige stunden die klimaanlage.
hund-siestahunde ventilatorhund im bad
wir saufen wie kamele und die 10-liter-eimer für die hunde fülle ich mehrmals täglich nach. ich verbrauche rund 150 liter mineralwasser mönatlich und habe angefangen meine longdrinks mit wasser zu verdünnen. die hunde fressen bei dieser hitze viel weniger, freuen sich aber sehr über frisches gemüse und obst.

nacktübrigens, mein nachbar carlos, ein grossgrundbesitzer, fragte mich vor einigen tagen, ob ich jetzt auch noch ein altes, fettes, deutsches hausschwein besitze, weil er so was auf meinem grundstück gesehen hatte. ich verneinte.

mir kam aber der gedanke, dass carlos vielleicht mich nackt auf meinem grundstück beobachtet hatte.